• Metapherngeschichte "Die Eisbären-Story" oder warum es nicht so ganz einfach ist, sich zu verändern

    Die Eisbären-Story

    Es war einmal ein Zoo. Alle Tiere waren in engen Käfigen eingesperrt. Nur wenige Quadratmeter
    zum Hin- und Herlaufen. Tiere im Schaukasten. Ein alter Zoo - wie im letzten Jahrhundert. Eines Tages übernahm ein neuer, junger Zoodirektor die Leitung des Zoos. Er war voll des guten Willens und voller Bewunderung für alle Tiere. Bereits am ersten Tag, bei einem Rundgang durch seinen Zoo, sah er den Eisbären in seinem kleinen Käfig, 5 mal 4 Meter. Ein großer, kräftiger Eisbär. Offensichtlich noch mit ungebrochener Lebenskraft. Auf und ab. Hin 5 Meter. Wendung. Zurück 5 Meter. Auf und ab. In rhythmischer Gleichmäßigkeit. Bei jeder Wendung ein dröhnendes Grollen. Furchterregend schön. Doch der Zoodirektor hatte Mitleid mit diesem stolzen Tier. Diese prächtige Vitalität, eingesperrt auf 20 Quadratmeter. Also beschloss er, ein großes Freigehege bauen zu lassen. Mit Felsen zum Klettern und Sonnen
    und mit Wassergräben zum Schwimmen und Tollen. Das Geld war nach anfänglichen Schwierigkeiten
    bald aufgebracht. Die Bauarbeiten konnten beginnen. Der Zoodirektor fieberte mit wachsender Spannung auf den Tag, an dem der Eisbär aus seinem engen Verlies in das große Freigehege springen würde. Ihm schien es auch, dass der Eisbär von Zeit zu Zeit neugierig dem Schaffen und Treiben der Bauarbeiter von seinem Käfig aus zuschaute. Dann kam endlich der monatelang und heißersehnte Tag. Viele, alle waren eingeladen beim großen Ereignis dabei zu sein. Die lokalen Politiker aller Parteien ließen es sich nicht nehmen, die Wichtigkeit des Ereignisses durch ihre Anwesenheit zu unterstreichen. Ebenso die Bischöfe beider großen Konfessionen. Die Journalisten der Lokalblätter und sogar zweier überregionaler Blätter warteten mit ihren Fotografen auf sensationelle Bilder. Zoodirektor, Bürgermeister und
    Bischöfe hielten ihre kurzen, aber besinnlich, schönen Reden. Dachten doch auch alle an die
    neue Attraktion der Stadt, die sicherlich viele Touristen anlocken würde - und damit auch Geld. Dann, endlich, kam der große Augenblick. Der Tierarzt des Zoos nahm ein Gewehr und Schoß dem Eisbären eine Ampulle mit Betäubungsmittel in den Pelz. Nach einer halben Minute schlief der Eisbär fest. Die Bauarbeiter hatten genügend Zeit, die Gitterstäbe des alten Käfigs auszubauen und wegzutragen. Der Eisbär lag im Freien. Alle warteten nun darauf, dass der Bär aufwacht, aufspringt und in das Gelände läuft, um es in Besitz zu nehmen. Der Bär wacht auf. Reckt sich. Schreit dröhnend, so dass jedermann erschrickt und das animalische Verhalten bewundert. Jetzt, jetzt muss er doch endlich loslaufen! Alle halten gespannt ihre Hände zum Klatschen und ihre Münder zum Jubeln und Aufschreien bereit. Doch - der Bär steht auf und nimmt seinen Trott wieder auf: 5 mal 4 Meter. Hin 5 Meter. Wendung. Zurück 5 Meter. Auf und ab. In rhythmischer Gleichmäßigkeit. Bei jeder Wendung ein dröhnendes Grollen. Furchterregend schön.

    Gelesen in Reiner Czichos, Creaktivität & Chaosmanagement

  • Soft Skills im Projektmanagement

    Morgen fahre ich für einen 3-tägigen Trainingsauftrag "Kommunikation und Leadership + Konflikte erkennen und lösen" ins Rheinland und schule die Projektmanager einer dort ansässigen Firma in Soft Skills. Spannender Auftrag, interessante Themen, ich freue mich sehr auf das Seminar.

    Besonders glücklich bin ich über die Tatsache, dass in den letzten Jahren die Anfragen nach den weichen Managementfähigkeiten auch bei der sog. lateralen Führung von Projektmanagern zunehmen. Denn diese "Führung ohne Auftrag", also ohne Personalverantwortung und Weisungsbefugnis, stellt eine ganz besondere Herausforderung dar. In den immer noch weitgehend als Matrixorganisationen aufgebauten Firmen mit umfangreichen Personal- und Organisationsentwicklungsprogrammen zum Projektmanagement, gibt es wegen dem ständigen Kampf um die Ressourcen Zeit, Budget und Personal zwischen Projekt und Linie, sehr viele Konflikte, Machtgeschichten, Mobbing, Bossing und daraus erwachsende Demotivation, innere Kündigungen, Burnouts...

    Daher unterstütze ich hier ganz besonders gerne mit meinen Soft Skill - Trainings, die direkt auf eine Verbesserung der Emotionalen Intelligenz der Projektmanager abzielen, die damit wiederum sehr positiv auf ihre Teams einwirken können. Denn es ist sehr viel sinnvoller, die dringend benötigte soziale Kompetenz der Projektleiter präventiv im Vorfeld zu stärken, und nicht erst einzugreifen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

    Unter Soft Skills werden folgende Bereiche verstanden:

    - Persönlichkeit, Begeisterungsfähigkeit, Charisma
    - Empathie, Mitgefühl
    - Diskretion, Vertrauenswürdigkeit, Authentizität, Glaubwürdigkeit
    - Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen
    - Teamfähigkeit, Integrationsfähigkeit
    - Kreativität, Urteilsvermögen, Selbst- und Fremdmotivation
    - Rhetorik, Argumentation, Fragetechnik, Verhandlungsführung
    - Kommunikation, Körpersprache, Präsentation, Moderation
    - Stressmanagement
    - Höflichkeit, Freundlichkeit, interne und externe Kundenorientierung
    - Kritikfähigkeit, Selbstbeherrschung, Konfliktmanagement,
    - Selbstverantwortung
    - Zeit- und Selbstmanagement

    Übung:

    Benutzen Sie diese Aufstellung als Checkliste in Sachen eigene Persönlichkeitsentwicklung, und greifen Sie sich bei Ihrer morgendlichen Einstimmung auf den Tag eine Qualität heraus. Auf diese Qualität fokussieren Sie sich bewusst immer wieder in den nächsten 24 Stunden. Dann kommt die nächste Qualität dran, bis Sie allen Qualitäten einmal mit vollem Engagement wirklich begegnet sind. Wetten, dass Sie dabei sehr viel über sich, Ihre Stärken und Schwächen, Ihren Schatten, Ihre Grenzen, Ihr Verhältnis zu Wachheit, Zentriertheit, Achtsamkeit, Empathie und angewandte emotionale Intelligenz lernen.

    Nach diesem Durchgang können Sie sich dann Ihr ganz persönliches Soft Skill - Trainingspaket schnüren und die Qualitäten, die bei Ihnen noch brach liegen, in fruchtbaren Ackerboden verwandeln. Den Mist, den andere Menschen Ihnen dabei immer wieder in den Weg legen, benützen Sie einfach als Kompost.

    Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, wächst. Lassen Sie Soft Skills wachsen. Das bringt tiefe innere Befriedigung und einen echten ROI.

  • Zitate und Sinnsprüche für Selbstmanagement, kreative Inspiration und bewusstes Querdenken

    "Wenn wir, wie bei einem Segelboot den ursprünglichen Kurs um ein Grad verändern, so kommen wir an einem ganz anderen Ort an, als ursprünglich geplant."
    (Verfasser unbekannt)

    "Der Mensch, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat, seine Werkzeuge zu pflegen."
    (Spanisches Sprichwort)

    "Um klarer zu sehen,
    genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

    "Sie sehen, aber Sie beobachten nicht aufmerksam."
    (Sherlock Homes)

  • Erkenne Dich selbst mit Hilfe der 4 Spiegel-Gesetze

    Letzte Woche lief mir spontan ein alter Freund über den Weg, den ich lange Zeit nicht mehr gesehen hatte. Eine seiner liebenswerten Angewohnheiten ist es, immer Papers mit interessanten Zitaten, aussagekräftigen Texten... mit sich zu führen, um sie großzügig zu verschenken. Und so kam ich nach einem netten Plausch zu frischem, selbstgepresstem Orangensaft in meinem Lieblings-Strassencafe in Tübingen zu folgendem Wortgeschenk, das ich Ihnen nicht vorenthalten will. Leider konnte ich die Originalquelle nicht in Erfahrung bringen - also wenn Sie was wissen, bitte melden.

    1. Spiegel-Gesetz

    Alles, was mich am anderen stört, ärgert, aufregt oder in Wut geraten lässt und ich an ihm anders haben will, habe ich als Aspekt selbst in mir. Alles, was ich am anderen kritisiere oder sogar bekämpfe und an ihm verändern will, kritisiere, bekämpfe und unterdrücke ich in Wahrheit in mir selbst und hätte es auch in mir gerne anders.

    2. Spiegelgesetz

    Alles, was mich verletzt, weil es mich betrifft, wenn ein anderer mich kritisiert, bekämpft und verändern will - ist in mir noch nicht erlöst, weshalb sich meine gegenwärtige Persönlichkeit beleidigt fühlt.

    3. Spiegelgesetz

    Alles, was mich nicht berührt, obwohl es der andere an mir kritisiert und mir vorwirft oder anders haben will und bekämpft, sind sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigene Unzulänglichkeit, die er auf mich projiziert.

    4. Spiegelgesetz

    Alles, was mir am anderen gefällt, was ich an ihm liebe, bin ich selbst, habe ich selbst in mir und liebe dies auch am anderen. Ich erkenne mich selbst im anderen - in diesen Angelegenheiten sind wir eins.

    Nach meinen Lebenserfahrungen treffen die 4 Spiegelgesetze hundertprozentig ins Schwarze und sind eine gute, schnelle Hilfe zu mir und meinen Angelegenheiten zurückzukehren, wenn ich energetisch zu sehr im Feld des Anderen wildere. Siehe dazu auch meinen ersten Blogartikel über Projektionen. Was meinen Sie zu den 4 Spiegelgesetzen?

  • Labyrinth

    Vor kurzem habe ich auf www.kreative-therapie.de unter "Leseblüten" einen mich sehr berührenden Text entdeckt, der einige von Ihnen, die einen engeren Bezug zum therapeutischen Bereich haben, vielleicht auch ansprechen wird.

    Labyrinth

    Du trittst durch die Tür,

    um zu sehen,

    wohin man käme,

    wenn man ginge.

    Du gehst los.

    Du schlägst den Weg ein, der sich vor dir auftut.

    Gesäumt von hohen geschnittenen Hecken

    bewegst du dich entlang des Weges.

    Weißt nicht wohin.

    Weißt nicht mit wem.

    Weißt nicht warum.

    Weißt nicht,

    was kommen wird.

    Weißt nur,

    du musst losgehen,

    wenn du da weg willst,

    wo du jetzt bist.

    Vorsichtig setzt du einen Schritt vor den anderen,

    nicht wissend was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt,

    nicht wissend was auf dich zukommt.

    Nicht wissend,

    wie viel Kraft und Energie dich der Weg

    durch das Labyrinth deines Lebens kosten wird.

    Du weißt, der Weg ist nicht leicht,

    du weißt ,du wirst Irrwege und Umwege nehmen,

    du weißt, du wirst

    Traurigkeit, Leid,

    Schmerz auf dem Weg finden.

    Du weißt, du wirst an das Ende deiner Kräfte gehen müssen,

    um weiter zu kommen.

    Du wirst neue Erfahrungen machen,

    und neue Weggefährten finden.

    Manche werden dir gut tun,

    dir eine freundliche, nette Begleitung auf dem Weg sein

    und von manchen die den Weg mit dir begonnen haben,

    wirst du dich trennen.

    Jeder wird eine andere Richtung nehmen.

    Du wirst Freude,

    Glück und Unterstützung erfahren

    und auch die Einsamkeit und das auf sich gestellt sein spüren.

    Dir werden Angst und Verzweiflung begegnen.

    Du wirst Entscheidungen an jeder Biegung und Gabelung treffen müssen,

    in welcher Richtung du dem Weg durch das Labyrinth folgen willst.

    Nicht wissend, was kommen wird.

    Ein Weg ins Unbekannte.

    Nicht wissend,

    wann die nächste Bank am Wegesrand stehen wird,

    um auszuruhen, sich anzulehnen, zu verweilen.

    Sich neu zu orientieren,

    um mit neuen Energien weiter zu gehen.

    Eine Bank,

    auf der vielleicht schon jemand sitzt.

    Jemand der den Weg schon gegangen ist,

    jemand, der dir seine Begleitung anbietet,

    jemand der eine Schulter zum anlehnen hat,

    jemand der einen festhält,

    wenn man das Gefühl hat, der Boden gerät ins Wanken.

    Jemand, den man um Rat fragen kann,

    jemand der da ist.

    Ein „Weg-Weiser“

    durch das Labyrinth.

    Kartenleser,

    Spurensucher,

    Wegentdecker,

    Traumdeuter,

    Licht im Dunkel,

    Wasser und Brot,

    Wärme und Nähe,

    Schutz in stürmischen Zeiten,

    Anker auf hoher See.

    Verfasser dieses bewegenden Gedichtes ist Tine (keine weiteren Angaben)

  • Vertrauen in der Krise mit Hermann Hesse

    Das Thema Angst nimmt zur Zeit einen immer größeren Raum ein in der Therapie sowie in meinen Beratungen, Coachings und Workshops, und ich muss zugeben: Gelegentlich packt sie auch mich selbst: Die Angst vor der Wirtschaftskrise, die Angst vor der Zukunft. Doch gerade in Krisen ist Angst ein schlechter Ratgeber. Das Gegenteil ist hilfreich: Dem Risiko, der Unsicherheit, der ungewissen Zukunft bewusst, aber ohne Panik ins Auge zu sehen und trotzdem dem Leben und seiner weisen, immanenten Ordnung zu vertrauen. Das setzt einen mutigen inneren Sprung voraus, einen Sprung ohne Netz und doppelten Boden. Es geht um unser Urvertrauen.

    Sehr schön drücken für mich diese Haltung des sich Fallenlassens ins Urvertrauen folgende Worte von Hermann Hesse aus. Lesen Sie sie immer wieder wenn die Krise Sie zu lähmen droht, und lassen Sie sich von ihnen trösten, aufrichten und spirituell neu ausrichten.

    "Man hatte vor tausend Dingen Angst,
    vor Schmerzen…
    vor dem eigenen Herzen,
    man hatte Angst vor dem Schlaf,
    Angst vor dem Erwachen,
    vor dem Alleinsein…
    vor dem Tode – namentlich vor ihm, dem Tode.
    Aber all das waren nur Masken und Verkleidungen,
    In Wirklichkeit gab es nur eines,
    vor dem man Angst hatte:
    das Sich-fallen-Lassen,
    den Schritt in das Ungewisse hinaus,
    den kleinen Schritt hinweg.
    Über all die Versicherungen, die es gab.
    Und wer sich einmal,
    ein einziges Mal hingegeben hatte,
    nur einmal das große Vertrauen geübt,
    und sich dem Schicksal anvertraut hatte,
    der war befreit,
    Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen,
    er war in den Weltraum gefallen
    und schwang im Reigen der Gestirne mit.”

  • Selfness, Soft Skills und Herzensbildung im Selbstcoaching-Programm der "Desiderata"

    Gestern ist mir beim Aufräumen die "Desiderata" des amerikanischen Gelegenheitsdichters und Juristen Max Ehrmann (1872-1945) nach längerem mal wieder in die Hände gefallen. Und erneut habe ich über die Schönheit, Weisheit und Klarheit dieses zu einer einzigartigen Essenz an ganzheitlicher Lebenshilfe verdichteten Textes gestaunt. Die "Desiderata" enthält wirklich meine gesamte Lebensphilosophie in der Nußschale und ist obendrein ein handfestes, alltagstaugliches Selbstcoaching-Programm.

    Desiderata

    Geh freundlich und gelassen inmitten von Lärm und Hast
    und denke daran, welcher Friede in der Stille zu finden
    ist.
    Soweit wie immer möglich, und ohne dich selbst aufzugeben,
    versuche mit allen Menschen auszukommen.
    Rede von deiner Wahrheit ruhig und deutlich und hör
    anderen zu,
    selbst wenn sie dir langweilig und unwissend erscheinen,
    auch sie haben ihre Geschichte.
    Geh lauten und angriffslustigen Menschen aus dem Weg,
    denn sie sind eine Plage für den Geist.
    Wenn du dich mit anderen vergleichst, werde nie eitel oder
    verbittert,
    denn es wird immer Menschen geben, die mehr oder weniger
    können als du.
    Freue dich über das, was du erreicht hast, wie auch über deine
    Pläne.
    Behalte das Interesse an deiner Arbeit, doch ohne
    Überheblichkeit,
    denn dein Tun und Handeln sind ein wahrer Besitz unter all
    den Dingen,
    deren Wert mal zu-,mal abnimmt.
    Sei vorsichtig bei deinen Geschäften, denn die Welt ist voller
    List.
    Werde aber dadurch nicht blind gegenüber der Tatsache,
    daß es viele Menschen gibt, die noch Ideale haben und sie zu
    verwirklichen trachten.
    Sieh auch, daß es überall im Leben noch echte Tapferkeit
    gibt.
    Sei du selbst.
    Vor allem täusche nicht Zuneigung vor noch werde zynisch,
    was die Liebe angeht,
    denn Trotz aller Erstarrung und Entzauberung, die du um dich
    siehst,
    lebt sie ewig fort wie das Gras.
    Beuge dich freundlich dem Rat der Jahre
    und gib mit Anmut jene Dinge aus der Hand, die der Jugend
    vorbehalten sind.
    Erhalte dir die Schärfe deines Verstandes,
    denn sie vermag dich vor plötzlichem Unglück zu bewahren.
    Aber laß dich nicht fallen in ständiges Grübeln.
    Viele Ängste sind nur eine Ausgeburt von Müdigkeit und
    Einsamkeit.
    Nichts gegen eine gewisse Disziplin, im übrigen aber sei
    freundlich mit dir selbst.
    Du bist ein Kind des Universums,
    nichts anderes als der Baum vor der Tür oder der Stern am
    Himmel.
    Du hast ein Recht darauf, hierzusein.
    Und ob es dir nun klar ist oder nicht:
    Das Universum entfaltet sich seiner Bestimmung gemäß.
    Deshalb lebe in Frieden mit Gott, für was immer du ihn
    halten magst,
    und was immer deine Arbeit und dein Streben sein mögen
    in der lärmerfüllten Verirrung des Lebens.
    Halte Frieden mit deiner Seele.
    Trotz aller Täuschungen, Plackereien und aller zerbrochenen
    Träume
    ist es immer noch eine wunderbare Welt.
    Sei bedacht. Strebe danach, glücklich zu sein.

  • Die Geschichte vom traurigen König

    Letzte Woche fand mich eine Geschichte, die mich berührt hat und die ich mit Ihnen teilen will. Sie passt sehr gut zum Thema "pro-aktiv sein Leben selbst gestalten".

    Die Geschichte vom traurigen König

    Ein König, der sehr traurig war, suchte einen Rat, wie er wohl am besten seine verlorengegangene Freude wiedererlangen könne.

    "Du mußt dir einen Schatzmeister anstellen", rieten die einen, "der jeden Tag deine Säcke mit Gold vor dich hinstellt, damit sie dir zur Freude gereichen."
    Doch dem König brachte dies nur Langeweile; von seinem Traurigsein konnte es ihn nicht befreien.

    Die anderen rieten ihm: "Du mußt dir einen Hofnarren anschaffen, der jeden Tag neue Späße erfindet."
    Aber auch dieser Rat taugte wenig. Denn als der König alle Späße kannte und ihrer überdrüssig wurde, fiel er wieder in seine Traurigkeit zurück.

    Und wieder andere sagten: "Du mußt dir einen Gärtner bestellen, der die schönsten Blumen zum Blühen bringt. Deine Freude wird groß sein, wenn du sie siehst."

    Als der Gärtner kam, wagte er zum König zu sagen: "Ich glaube nicht, daß du, trauriger König, durch bloßes Anschauen so viel Freude erringen kannst, wie du dir erhoffst."

    Mit diesen Worten überreichte er untertänig dem König Spaten und Gießkanne, damit sich dieser sogleich ans Werk mache.

    Es bedurfte zwar noch einiger Geduld, aber dennoch stellte sich alsbald heraus, daß der gute Rat nicht besser hätte sein können. Das Grün begann zu sprießen, die Blumen leuchteten in den schönsten Farben, und der König empfand so viel Freude, wie man sie nur durch den Erfolg eigener Mühe und Arbeit erringen kann.

    Elli Michler "Von der Kostbarkeit der Zeit / Gedanken über den Tag hinaus"

  • Die seelische Hausapotheke

    In meinen Seminaren, Coachings und in der Therapie arbeite ich gerne mit einer schönen hilfreichen Übung, die das Auftanken, die Stressbewältigung und das Wecken neuer Lebensgeister unterstützt.

    Die Seelische Hausapotheke   

    Suchen Sie sich eine leere Kiste, leere Schublade, ein leeres Regal- oder Schrankfach...und sammeln Sie dort alles was Ihnen gut tut zum Relaxen, Vitalisieren, Energie aufbauen. Je nach Typ und persönlichen Vorlieben könnten das zum Beispiel sein:

    • Kerzen
    • Duftöle
    • farbenfrohe Stoffe
    • eine bestimmte CD
    • ein Gedichtband
    • die selbst gesammelte Zitatensammlung
    • Kunstpostkarten
    • Bilder
    • Photos
    • liebe Andenken aller Art
    • Muscheln, Steine, Mineralien...
    • eine Novelle
    • Sinnierkarten
    • inspirierende Fragen
    • Karten mit bioenergetischen Übungen
    • ein Fußreflexzonenroller um die Füße zu beleben
    • ein Massageband aus Sisal zur Selbstmassage
    • ein goldener Punkt in einem Kreis zum beruhigenden Fokussieren
    • ein Mandala zum Schauen oder Ausmalen
    • Wachsmalkreiden, Aquarellfarben oder Tusche zum malen oder Zeichnen 
    • Knetwachs aus duftendem Bienenwachs zum formenden Gestalten
    • schönes Papier zum Malen und Schreiben
    • japanische Haikus zum Meditieren
    • ein leckeres, exotisches, noch nie ausprobiertes Kochrezept aus einem anderen Erdteil
    •  ...     

    Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Die Grundidee der seelischen Hausapotheke ist ganz einfach, ein Pendant zur leiblichen Hausapotheke zu sein.  Auch da müssen wir im Fall von körperlichen Unwohlsein einfach nur reinschauen; und ohne groß nachdenken zu müssen, finden wir, was uns jetzt gut tut. Da in der seelischen Hausapotheke alles schon fertig zusammengestellt ist, handeln wir trotz Tunnelblick, der sich in Blazeiten gerne einstellt, sehr wahrscheinlich beherzt und kreativ. Denn ist die seelische Hausapotheke gut bestückt, werden wir ganz einfach schon vom Schauen, Befühlen, Erinnern zu aufbauender, kräftigender Selbsthilfe inspiriert.  

  • Kreativer Umgang mit geistigen Blockaden

    Angeregt durch den hilfreichen Artikel meiner Bloggerkollegin Monika Birkner

    http://blog.monika-birkner.de/2009/meine-drei-lieblingsmethoden-wenn-ich-feststecke/

    habe ich hier zusammengestellt, was mir so hilft, wenn bei mir gerade nichts fliessen will.

    Irgendetwas Angefangenes, Halbfertiges abschliessen. Oder alternativ etwas zeitlich Überschaubares von Anfang bis Ende fertig machen. Alle praktische Haushalts- und Gartenarbeiten, Kochen, Backen, Handarbeiten, Streichen, Schreinerarbeiten, Ausmisten, Saubermachen, Nähen, Bügeln, Basteln...Immer wenn etwas vollendet wird, ist wieder Platz für Neues. Die alte Gestalt wird geschlossen, eine neue kann beginnen.

    Etwas Kochen oder backen. Das ist ein schöpferischer, sinnlicher Akt, der gleichzeitig eine stark handwerkliche Komponente besitzt und sehr gut erdet. Damit komme ich aus dem blockierten Kopf heraus und ins Gestalten und körperliche Fließen hinein.

    Sinnliches Genießen: Eine besonders gut duftende und schmeckende Mahlzeit, ein Bad bei Kerzenschein, eine Massage mit exotisch wohlriechenden, ätherischen Ölen, ein Saunabesuch, ein erhebender Konzertbesuch oder ein tolles Musikhighlight zuhause hören.

    In eine Gemäldeausstellung oder ein Kunstmuseeum gehen und mich von der Magie der bunten Bilder inspirieren lassen, in den Zoo, Zirkus, Antiqitätengeschäfte, Trödelläden, Flohmärkte, Stoffgeschäfte, Tierhandlungen, Buchläden, Kunstgewerbeshops, Bastelgeschäfte, Kinderspielzeugläden...gehen und in deren ganz eigene Welt eintauchen.

    Fragen an meine kreative Blockade stellen und sie wie einen besonderen, höchst interessanten Gast behandeln, den ich durch und durch spannend finde und dessen Weisheit ich andächtig lausche. Wenn ich die Botschaft der Blockade verstanden und angenommen habe, ist sie nicht mehr nötig.

    Etwas Inspirierendes lesen und damit in den Kopf eines anderen Menschen eintauchen. So bin ich raus aus meinem Kopf, nehme bei Sachbüchern neue, andere Perspektiven und bei Romanen bisweilen sogar kurzzeitig eine andere Identität an. Dieser Break unterbricht auch meist meine Blockade.

    Schlafen gehen und / oder Mittagschlaf machen (aber nicht über 20 Minuten). Nach jedem Aufwachen bin ich im besonders schöpferischen Alphazustand und den mögen Blockaden nicht besonders.

    Träumen und bewusst an Träume erinnern und mit Traumtagebuch arbeiten. Wenn ich mich wirklich an einen Traum erinnern und mit ihm und seiner Botschaft arbeiten will, geschieht das auch und hilft fast immer weiter.

    Gezieltes Tagträumen und Phantasiereisen. Das schliesst mich an die archetypische Welt der Bilder und Symbole an.

    Meditation, Gebet, spirituelle Rituale. Dadurch bin ich für einige Minuten oder Stunden nicht im Bereich des Egos und damit Sitzes der Blockade unterwegs. Nach dieser inneren Reise ist oft vieles anders.

    Körperliche Arbeit mit starker Muskelbeanspruchung und tüchtig schwitzen und / oder Sport. Danach bin ich herrlich müde und sehr entspannt und warm und durchpulst von lebendiger Energie. Diese äussere Arbeit und Bewegung bringt auch innerlich viel in Bewegung und mischt mich neu auf.

    3 Din A4 Seiten Freewriting zu meiner Blockade und was Sie mir mitteilen will: nonstop, ohne Zensur, so schnell meine Hand mich trägt. Nach solch einer Session des automatischen Schreibens, wo es mich schreibt, fühle ich mich oft wie neugeboren. Und manchmal kann ich dann sogar direkt zu einem meiner derzeitigen, kreativen Projekte übergehen.

    Und nun bin ich sehr gespannt, wie Sie mit Blockaden umgehen? Was tun Sie ganz konkret, wenn Sie feststecken?

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen von Privatpersonen, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.